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Web 2.0 Anwendungen sind aufgrund der beschränkten Möglichkeiten von (X)HTML oft nicht barrierefrei oder haben Usability-Probleme. Der Standard-Entwurf des W3C für Accessible Rich Internet Applications (ARIA) überbrückt diese Beschränkungen. Er schafft neue Wege zur Kommunikation von Bedeutung, Relevanz, Beziehungen, füllt die Lücken in den (X)HTML Spezifikationen und steigert die Usability für alle Nutzer, indem er vertraute Navigationsmodelle des Desktops übernimmt. Und das Beste: man kann ARIA sofort einsetzen, um die Zugänglichkeit von Webseiten zu verbessern.
Dieser Artikel von Jan Eric Hellbusch zeigt: Wer sich mit dem DIN CERTCO-Zertifikat für barrierefreie Webauftritte beschäftigt hat, stellt nicht nur fest, dass es ein BITV-Test à la BIK ist, sondern dass auch manche angekündigten "prozessorientierten" Aspekte nicht wirklich haltbar sind. Das beste Beispiel ist die Handhabung von PDF. PDF-Dokumente können aus der Zertifikatsprüfung ausgeklammert werden. Dabei sind PDF-Dokumente ein klassisches Beispiel dafür, dass das Thema "Barrierefreiheit" Redakteure und andere an der Informationserstellung beteiligte Mitarbeiter erreicht hat.
XHTML ist nicht tot, aber es riecht schon ein bißchen komisch. Die Meldung der Woche kam am Freitag kurz nach Redaktionsschluß: der Chef des W3C kündigt an, dass es eine neue HTML-Arbeitsgruppe im World Wide Web Consortium geben wird: ‘Reinventing HTML‘.
Die eierlegende Wollmilchsau vieler Webentwickler in deutschen Internet-Landen heißt seit mehreren Jahren Typo3. Was einst als Content Management System in den Händen von Kasper Skårhøj begann ist inzwischen zu einem der umfangreichsten und meistgenutzten Content Management Frameworks im Open Source Bereich angewachsen. Ist Typo3 wirklich für jeden Anwendungsfall geeignet - zum Beispiel für Websites mit BITV-Konformität?
Ähnlich vielfältig, wie die unterschiedlichen Designs von Websites, sind auch die Navigationsmöglichkeiten: Mal rechts, mal links, mal oben und selten unten präsentieren sich die Navigationshilfen in unterschiedlichen Farben und Formen. Populär auch die Trennung von Haupt- und Unternavigation in Form von horizontaler und vertikaler Navigationsleiste, dem so genannten L-Menü, einer Variante, die vor allem beim beliebten Portal-Stil häufig angewendet wird.
Dynamische Inhalte werden im Internet immer bedeutsamer, nicht zuletzt durch das rasante Wachstum der Blogger-Gemeinde, die zur noch rasanteren Verbreitung von RSS beiträgt. Wir hören häufig die Frage, worin denn nun der Nutzen von RSS liegt beziehungsweise was es eigentlich ist. Diese Fragen haben wir hier bereits beantwortet. Kurz gesagt: RSS ist ein XML-Dialekt und als solches ein Standard zur Erstellung strukturierter, maschinen- und menschenlesbarer Dateien, also gewissermaßen der Grundgedanke hinter barrierefreiem Internet, der Trennung von Inhalt und Layout. Das aber bringt hinsichtlich der BITV auch Probleme mit sich.
Es gibt bestimmte Aspekte und Vorschriften rund um das Thema Barrierefreiheit im Allgemeinen und BITV im Konkreten, die immer wieder heftige Debatten auslösen. Neben den üblichen Verdächtigen, wie der Auszeichnung von Sprachwechseln und Abkürzungen sowie deren ultimativer Steigerungsform, der Auszeichnung von Abkürzungen, die Sprachwechsel beinhalten, hat sich mittlerweile auch das Thema "Einfache Sprache" (BITV 14.1.2) zum veritablen Dauerbrenner gemausert.
Ohne Monitor ins Internet - das ist für viele Menschen eine unvorstellbare und in Gedanken zunächst unüberwindbare Hürde. Für blinde Menschen ist es der Alltag im Umgang mit dem Computer. Wer Barrierefreies Webdesign ernst nimmt, der hat sicherlich schon das ein oder andere Mal mit einem Screenreader auf seine Seiten geschaut. Und dabei mit den Augen mitgelesen, was der Screenreader so tut. Das entspricht nur leider nicht ganz den Voraussetzungen, die man schaffen sollte, um eine Internetseite "blind" zu erleben. Was liegt also näher, als sich das Surfen ohne Monitor von Menschen erklären zu lassen, die im Umgang mit Screenreadern durch den alltäglichen Einsatz versiert sind, um uns über die ersten Stolpersteine hinwegzuhelfen?!
Ein Rückblick auf das Jahr 2004 zeigt, dass barrierefreie Internetseiten zum größten Teil viel ansprechender aussehen, als noch vor einigen Jahren. Das liegt zum einen daran, dass es mit Firefox einen echten Konkurrenten für den Internet Explorer gibt, der in Sachen CSS-Verarbeitung deutliche Vorteile aufweist. Insofern trägt die zunehmende Verbreitung von Firefox, Opera und Artverwandten zur Qualitätssteigerung von barrierefreien Websites bei.
Heute ist Suchtag im globalen Dorf. Er beginnt in einem kleinen schwäbischen Ort. Dort besuchen mein Partner und ich einen uns zunächst unbekannten, etwa 45 Jahre alten Mann, um mit ihm eine vermeintlich barrierefreie Internetseite zu testen. Dies gestaltet sich zunächst etwas hürdenreich. Wir finden sein Haus nicht. Aber ehe wir unnötig lange über die Unzulänglichkeit ländlicher Zufahrtswege oder über die Orientierungslosigkeit von Accessibility-Entwicklern im realen Leben grübeln, verkürzen wir das: wir fragen einen Ortskundigen, der uns den Weg weist.
Ein vermeintlich einfacher Prüfpunkt der BITV ist die korrekte Handhabung von Farben und Kontrasten (Anforderung 2, Priorität I). Die subjektive Einschätzung bezüglich Kontrasten ist sehr unterschiedlich. Brillenträger mit einer leichten Tönung der Gläser nehmen eine Seite anders wahr als ein Normalsichtiger. Und woher weiß man genau, dass man nicht selbst farbfehlsichtig ist?
In Deutschland noch leicht belächelt, in vielen anderen Ländern längst nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von Weblogs, dieser interessanten Mischung aus Tagebuch, Gästebuch und Linkliste, die derzeit in aller Munde ist. Was genau ist nun ein Blog und wozu dient es?
Seit mehr als zwei Jahren begleitet uns die BITV. Und wir sie. Inzwischen ist viel Traffic die Datenleitung heruntergeflossen. Emsige Exegeten haben die einzelnen Kapitel seziert, Lücken, Unstimmigkeiten und Relikte aufgespürt sowie aufwendige Vergleiche mit den Ur-Texten der WCAG angestellt. Nun erwarten wir voller Sehnsucht die Verkündigungen der Web Accessibility Initiative (WAI). Doch das Neue Testament läßt auf sich warten. Und damit auch die Reformation der BITV.
Keine Angst, wir wollen Barrierefreies Internet nicht umbenennen. Obwohl es dem Image des Begriffs vielleicht sogar helfen würde vom Geruch der Birkenstock-Sandalen los zu kommen. Denn für die meisten Menschen ist barrierefreies Internet immer noch sehr abstrakt. Viele, die von der Thematik das erste Mal hören behelfen sich für ihr Verständnis mit der Reduktion des Begriffs auf "blindengerechtes Internet". Dass Vereinfachung aber nicht immer zu einem besseren Verständnis führt zeigen Aussagen wie: Ich verstehe, barrierefreies Internet ist so ähnlich, wie Autofahren für Blinde
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Ohne Sprachbarrieren durch das Internet surfen? Welcher Silver Surfer wünscht sich das nicht! Die Realität lädt aber eher zum Wegklicken als zum Verweilen ein.Was läuft da falsch?
CMS, WCAG & ATAG: Fachleute erkennen in dem Abkürzungswust natürlich sofort, dass es um Content Management Systeme im Zusammenhang mit den Web Content Accessibility Guidelines und den Authoring Tools Accessibility Guidelines geht, also um das Zusammenspiel dieser einzelnen Komponenten vor dem Hintergrund der Thematik Barrierefreies Internet.
Die demografische Entwicklung in Europa zeigt deutlich, dass die Alterung unserer Gesellschaft Gegenwart geworden ist. Die These von Aubrey de Grey, theoretischer Biologe und Biogerontologe an der Universität Cambridge, dass im Jahr 2025 geborene Menschen im Durchschnitt 5000 Jahre alt werden könnten, ist zwar in diesem Zusammenhang sicherlich mehr als zweifelhaft, zeigt aber, wohin Gedankenspiele derzeit gehen. Natürlich sind die Ansichten von de Grey äußerst umstritten, und er selbst betrachtet sich selbst auch mehr als Unruhestifter, um Denkprozesse anzustoßen.
Seit Mitte der 90er Jahre ist die Zugänglichkeit von Web-Seiten ein Thema und seit 1999 gibt es die Richtlinien der Web Accessibility Initiative. Seither schenkt man diesem Thema auch in Europa vermehrt Beachtung. Gleichstellungsgesetz und BITV fordern Web-Auftritte weitgehend barrierefrei und damit besser zugänglich zu machen.
Wie müssen Websites gestaltet sein, um mit der konsumerfahrenen Zielgruppe 50plus barrierelos zu kommunizieren? Noch sind eigens für Senioren gestaltete Websites die Ausnahme. Sei es, weil die Web Designer zu jung sind, um sich in ältere Menschen hineinzudenken, sei es, weil Berührungsängste mit dem Alter bestehen.
Alle zwei Jahre zittern Millionen Autobesitzer, wenn es darum geht, die Prüfplakette des TÜV für weitere 24 Monate zu erhalten. Hauptuntersuchung nennt sich der Vorgang und wer sich nicht freiwillig dorthin begibt, dem drohen saftige Bußgelder und schlimmstenfalls die Stilllegung des Fahrzeugs. Doch nicht nur Automobilisten müssen sich derartigen Prüfverfahren unterziehen. Auch für Heizungsbesitzer, Kleingärtner, Freizeitsportler und nahezu jeden Bereich des Lebens gibt es ähnliche Verfahren, um die Funktionsfähigkeit von Geräten, die in Benutzung sind, sicherzustellen.
Der nachfolgende Artikel von Joe Clark ist von uns übersetzt worden und ist in niederländischer und englischer Fassung bei www.naarvoren.nl nachzulesen. Joe Clark ist Journalist, Autor (Building Accessible Websites - New Riders, 2003) und Unternehmensberater für Barrierefreie Informationstechnik aus Toronto, Kanada. Joe Clark beschäftigt sich schon seit 20 Jahren mit dem Thema Accessibility (und grafischer Gestaltung).
Nun liegt Sie also vor. Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion zum Stand der technologischen Entwicklung im Bereich barrierefreier Informationstechnik
(Bundestags-Drucksache 15/2493). Fazit: Alles im grünen Bereich.
Pauschal und unkonkret
sei die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Umsetzung der BITV betreffend. Dies teilt der Initiator der Anfrage, Hubert Hüppe (MdB) in einer Pressemitteilung vom 4. März 2004 mit. Hüppe ist der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen.
Kennen Sie das? Der Vakuumverschluss Ihres Gurkenglases schliesst so dicht, dass Sie es alleine nicht öffnen können. Wenn Sie schon in jungen Jahren damit Probleme haben, was macht dann erst Ihre allein lebende Mutter im Alter von 75?
...wenn ihnen so Deutschland erklärt wird? Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen) will mit einem neuen Webauftritt Migranten, Flüchtlingen und Integrationswilligen näherbringen, wer der ‘Deutsche Michel’, ‘Max und Moritz’, die ‘Tigerente’ und ‘Willy Brandt’
sind. Das ganze unter dem griffigen Titel Ein Handbuch für Deutschland
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Eigentlich ist es bemerkenswert, wie langsam eine Entwicklung, gerade im schnelllebigen Internet, voranschreiten kann, wenn nur genug Menschen diese Entwicklung ignorieren. Nun ist das Internet an sich in den letzten zehn Jahren ja nicht durch zögerliche Zurückhaltung auffällig geworden. Im Gegenteil, vor einigen Jahren fanden selbst die hoffnungslosesten Geschäftsmodelle begeisterte Anhänger. Wieso also tut sich die barrierefreie Informationstechnologie so schwer?
Bereits heute zählen 38 Prozent der deutschen Bevölkerung zur Altersgruppe zwischen 50 und 79 Jahren. Sie vergrößert sich unaufhörlich, während die Gruppe der 14- bis 49-Jährigen kontinuierlich schrumpft. Nur noch acht Jahre und in Deutschland leben mehr Menschen im Alter über 60 als unter 20! Aufgrund dieser Entwicklung nimmt die Thematik des Marketings für die Zielgruppe 50plus stetig an Bedeutung zu. Neben dem realen Markt ist in einem immer größeren Ausmaß der virtuelle Markt betroffen. Grund genug, diese bislang vernachlässigte Zielgruppe einmal genauer zu betrachten.
In den achtziger Jahren sorgte ein Bobby für Furore in Deutschland. Zwischen Erdöl und Intrigen schlüpfte der Schauspieler Patrick Duffy in die Rolle des Bobby Ewing und agierte Woche für Woche in der sehr populären Fernsehserie "Dallas" neben anderen Größen des amerikanischen Filmgeschäfts. Jeder mochte Bobby. Bis zu seinem jähen Ende und dem damit verbundenen Abdanken aus der Serie durch seinen filmischen Tod.
Auf Einladung von wdr.de und Quintessenz WDR testeten drei Personen mit unterschiedlichen Behinderung Internet-Seiten von öffentlichen Einrichtungen, Behörden und Ministerien auf ihre Barrierefreiheit. In dem Test ging es dem WDR um die Frage, ob die ausgewählten Online-Angebote den bundesweit geltenden Richtlinien der BITV entsprechen. Tester waren Andreas Schmitz und Klaus-Peter Wegge, beide sehbehindert, sowie der gehörlose Jörg Weinel. Maßgeblich waren vor allem die persönlichen Eindrücke der Tester. Deshalb stand auch die Alltagstauglichkeit der Internetangebote im Vordergrund.
Um es gleich vorneweg zu sagen: natürlich gilt auch weiterhin die Sicherstellung der Plattformunabhängigkeit bei Schriften. Jetzt kommt jedoch das fette aber! Die Analyse der meisten Server-Logfiles zeigt, dass mehr als zwei Drittel aller Internetnutzer mit einem Microsoft Betriebssystem, sprich mit Windows, surfen. Der weitaus größte Teil davon mit einer relativ aktuellen Version, sprich mit Windows 98, 2000 oder XP.
Das Online-Portal Heise titelt am 02.12.2003 mit folgender Schlagzeile: Virtuelle Arbeitsagentur erntet heftige Kritik. Auch am Tag nach der Eröffnung der virtuellen Arbeitsagentur der Bundesanstalt für Arbeit läuft das System noch nicht ganz rund.