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Bereits heute zählen 38 Prozent der deutschen Bevölkerung zur Altersgruppe zwischen 50 und 79 Jahren. Sie vergrößert sich unaufhörlich, während die Gruppe der 14- bis 49-Jährigen kontinuierlich schrumpft. Nur noch acht Jahre und in Deutschland leben mehr Menschen im Alter über 60 als unter 20! Aufgrund dieser Entwicklung nimmt die Thematik des Marketings für die Zielgruppe 50plus stetig an Bedeutung zu. Neben dem realen Markt ist in einem immer größeren Ausmaß der virtuelle Markt betroffen. Grund genug, diese bislang vernachlässigte Zielgruppe einmal genauer zu betrachten.
Wussten Sie, dass Menschen über 50 die am schnellsten wachsende Gruppe unter den Internetnutzern ist? Best Ager bewegen sich völlig selbstverständlich im Internet, um Informationen einzuholen, zu chatten und zu shoppen - und dabei jede Menge Geld auszugeben. Die Bereitschaft zum Online-Shopping ist bei den Silver Surfern ausgeprägter als bei jungen Leuten, und sie geben dreimal so viel Geld für Online-Einkäufe aus wie der durchschnittliche Internet-Surfer.
Per Mausklick seinen Alltag organisieren, ohne aus dem Haus gehen zu müssen: Der 24 Stunden-Bringdienst liefert Lebensmittel, der Schnelldienst Pizzas, eine Reinigung holt die Kleider ab, der Online-Buchhandel schickt Romane, Medikamente werden über das World Wide Web geordert und Bankgeschäfte werden mit Online-Banking abgewickelt. Bequemer geht´s nimmer!
Ungeahnte Möglichkeiten für eine Zielgruppe, die über zwei wesentliche Voraussetzungen verfügt, um Online-Anbietern sicheren Umsatz zu bescheren: die Zeit zum Surfen und das Geld zum Ausgeben! Eine Konsumbesonderheit der Silver Surfern ist, dass sie nicht nur viel für sich, sondern auch viel für andere kaufen, zum Beispiel Spielsachen für ihre Enkel.
Tatsache ist, dass die Kaufkraft der Best Ager nicht optimal ausgenutzt wird. Ich bin überzeugt, dass den Unternehmen Millionen Euros durch die Lappen gehen, weil sie nur die jungen Konsumenten als wertvoll erachten! Der klassische Werber in der Agentur oder im Unternehmen ist zwischen 25 und 30 und lebt in einem entsprechenden jungen, sozialen Umfeld. Er hat Angst vor dem Alter an sich und damit auch vor der Zielgruppe 50plus.
Keine Kunden sind so kritisch und schwer zufrieden zu stellen, wie die Best Ager. Im Laufe ihres Lebens haben diese Menschen eine Vielzahl von Erfahrungen gemacht und Qualität zu schätzen gelernt. Man kann ihnen nicht so leicht was vormachen. Es ist eben nicht das erste Auto, das sie kaufen, sondern vielleicht das achte oder zehnte. Best Ager wissen genau, wann ihnen ein Produkt wirklich nützlich ist oder ob es nur als solches deklariert wird. Best Ager sind Konsumprofis!
Vielleicht ist das der Grund, warum sich viele Unternehmen lieber den jüngeren Konsumenten zuwenden. Diese können oft nicht die Spreu vom Weizen trennen und sind dankbar für jeden neuen Gag und froh, bei einem neuen Trend mit dabei sein zu dürfen.
Wer im Umgang mit der Zielgruppe 50plus aber einige Regeln beachtet und mit zielgruppengerechtem Nutzenversprechen Produkte und Dienstleistungen barrierefrei kommuniziert, dem steht der lukrativste Markt aller Zeiten offen!
Lesen Sie im nächsten Artikel von Edwin E. Braatz: "Was für ältere Menschen barrierefrei bedeutet, bedeutet für Jüngere Komfort!"
Dieser Artikel ist wirklich sehr Intressant! Ich denke doch genau so und finde es klasse das es da einen Hamburgen Unternehmer gibt der nur Personen ab 50+ einstellt. Er macht mit seinem Heutigen Beratungsunternehmen mehr als 10Mio€ Umsatz und es wird immer mehr!! Klasse sache.
Ein toller Beitrag. Doch welche Schriftarten und Schriftgrößen sind zu empfehlen, damit sie für Senioren lesbar sind? Das wird hier leider nicht erwähnt.
@Jo: Darüber gibt es verschiedene Ansichten. Wichtig ist, dass die Schriftgröße variabel ist, sprich, dass der Nutzer in seinem Browser selbst die Kontrolle darüber hat, wie groß oder klein seine Schrift dargestellt werden soll.
Ausgehend von einem Fließtext in 12 Punkt sollte dies für die meisten Nutzer ausreichend sein, manche Experten empfehlen sogar 14 Punkt für den Fließtext. Eine verbindliche Norm gibt es nicht.
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